Barockschloss in Weilburg und Kristallhöhle in Kubach waren die Ziele einer Tageswanderung des Eifelvereins Untermosel am 7.8.2016 . Nach einer einstündigen Busfahrt nach Weilburg begann die Tageswanderung mit einem Stadtrundgang. Weilburg ist ein staatlich

anerkannter Luftkurort und eine ehemalige Residenzstadt im Landkreis Limburg-Weilburg des Landes Hessen. Die zwischen Westerwald und Taunus liegende Stadt ist mit rund 13.000 Einwohnern nach Limburg an der Lahn die drittgrößte Stadt des Landkreises.Die Lahnbrücke und das Barockschloss mit seinen Barockgärten fanden hierbei besondere Beachtung. Schloss Weilburg ist eine der bedeutendsten barocken Schlossanlagen in Hessen.Auf einer Länge von 400 Meter erhebt es sich auf der Ostflanke eines zum Taunus gehörenden Bergspornes über der Lahn und bedeckt fast die Hälfte der Fläche der Weilburger Altstadt. Das 1545 bis 1590 erbaute Hochschloss zählt zu den am besten erhaltenen Renaissanceschlössern in Hessen. Der barocke Ausbau wurde an dieses Hochschloss angepasst, so dass sich heute das Bild eines einheitlichen Gebäudekomplexes ergibt. Die Hauptphase des barocken Ausbaus erfolgte von 1701 bis 1721 unter Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg und seinem Landesbaumeister Julius Ludwig Rothweil.

Fortgesetzt wurde die Wanderung entlang der Lahn. Der Weilburger Schifffahrtstunnel, der älteste und längste heute noch befahrbare Schiffstunnel in Deutschland war für die Wanderer ein weiteres Highlight.

Er unterquert auf einer Länge von 195 Metern den Mühlberg, auf dem sich die Stadt Weilburg befindet, von Norden nach Süden und verkürzt so einen etwa zwei Kilometer langen Lahnbogen. Der Tunnel wurde zwischen 1844 und 1847 errichtet und bildet heute zusammen mit den parallel verlaufenden Straßen- und Eisenbahntunneln das sogenannte Weilburger Tunnelensemble.

Nach einer mehrstündigen Wanderung durch den Stadtwald Weilburgs und einer kurzen Rast in Freienfels wurde die Kristallhöhle in Kubach besucht.

Die Kubacher Kristallhöhle in Kubach bei Weilburg, ist eine Klufthöhle im oberdevonischen Kalk. Große Teile der Wände sind mit unzähligen Kalkspatkristallen und Perlsinter besetzt. Der Kristallschmuck der Wände gilt in dieser Form als einzigartig in Deutschland. Mit einer Länge von etwa 170, einer Breite bis zu 26 Metern und bis zu 30 Meter Höhe gilt die Höhle als der größte natürliche untertägige Einzelhohlraum, der in Deutschland zu besichtigen ist. Seine Entstehung ist mit den heutigen Theorien zur Höhlenentstehung noch nicht vollständig erklärbar.

Die Kubacher Kristallhöhle wurde auf ungewöhnliche Weise entdeckt: 1974 führte der Höhlenverein Kubach e.V. Suchbohrungen unter Zuhilfenahme einer Kamera durch, um eine Tropfsteinhöhle wieder zu finden, die 1881 beim Phosphoritbergbau angefahren wurde, deren genaue Lage jedoch nicht mehr bekannt war. Dabei stieß man im Frühjahr und Herbst 1974 auf zwei bisher unbekannte Höhlen, darunter die Kristallhöhle. In den darauf folgenden Jahren wurde diese Höhle erschlossen, ausgebaut und am 1.März 1981 eröffnet. Seither wird sie als Schauhöhle mit regelmäßigen Führungen touristisch genutzt. Die jährlichen Besucherzahlen belaufen sich auf etwa 34.400.

Beeindruckt von der Schönheit der Kristallhöhle fand der Tagesabschluss im Hessenhaus in Weilburg in Nähe des Wildparks Tiergarten statt. In guter Stimmung und mit einer Vielzahl neuer Eindrücke endete der Tagesausflug.

Werner Henrich 9.8.2016